(22.03.2025, 17:05)Lancelot schrieb: Mein ukrainische Verwandschaft und Bekannte beschuldigen den Westen. Sie sagen wir handeln weiter mit Russland, und schicken gerade so viel, dass die Ukraine gerade so überlebt. Haben sie wahrscheinlich recht mit.
Psychologisch nachvollziehbar, dass ein Sündenbock zur Entlastung gesucht werden muss.
Der Sündenbock wäre in dem Fall aber doch wohl eher Trump, der sich in den Wahlkampf gegangen ist mit dem Versprechen, die Ukrainehilfe zu reduzieren.
Sonst ist das natürlich hoffnungslos naiv gedacht. Natürlich verkauft Russland seine Rohstoffe weiterhin am Weltmarkt und von dort werden es die Europäer, und wahrscheinlich selbst die Ukrainer, immer noch beziehen. Oder, was de facto aufs selbe hinausläuft, die Europäer profitieren davon, dass einige Käufer ihre Rohstoffe billiger von den Russen bekommen und damit der Weltmarktpreis runtergeht. Oder es werden Mittelsmänner...
Auch der Glaube, dass der Westen bereit und in der Lage sein wird, große Mengen an Geld für diesen Konflikt zu opfern, scheint mir einfach voreilig gewesen zu sein. Ich unterstelle, dass alle beteiligten Regierungen Geheimdienstanalysen vorliegen hatten, die sich mit diesen Fragen intensiv befassten. Mindestens nach Kriegsbeginn.
(22.03.2025, 19:33)Vahana schrieb: Soll das heißen das die Länder davon ausgingen das die USA atomar zurück schlagen wenn sie mit Atomwaffen angegriffen werden?
Das ist doch lächerlich!

Du weißt es natürlich besser...
Es gibt sogar spieltheoretische/strategische Analysen zu dem Problem. Gehen zurück bis in die 1950er Jahre.