(22.02.2019, 09:48)Banker schrieb: Bei einer Marktkapitalisierung von 58 Mrd. USD auf einen Schlag 15 Mrd. USD abschreiben zu müssen ist hart. Das sind 25% Unternehmenswert. Der Börsenabschlag ist also gerechtfertigt.
Dividendenkürzung ist nach so einer Abschreibung auch nur konsequent. -36% ist der Tod für viele DGI-Investoren.
SEC Vorladung wegen Ermittlungen zu der Bilanzierung klingt hässlich. Was auch immer da dran sein mag, es ist erstmal verdammt unschön.
Dazu noch eine Forward Guidance von -10% EBITDA 2019.
Ein Paradebeispiel, warum ein großer Wert aus dem Consumer Bereich mit attraktiver Dividendenrendite und Warren Buffet als Investor auch kein Garant für den Erfolg von uns Kleinanlegern sein muss. Es sind nunmal einfach Unternehmen und ein Investment in Unternehmen ist gewissen Risiken ausgesetzt. Aus Sicht von uns Kleininvestoren kann so eine SEC-Vorladung jedes Unternehmen treffen. Wirtschaftliche Umstände können immer wieder passieren.
Jeder auf seine Art muss also sein eigenes Research betreiben (sofern das überhaupt möglich ist) und sind dann trotzdem noch Risiken ausgesetzt.
Zitat:Wir beide sind ja bei SSD dabei (sofern Du verlängert hattest).
WENN ich denn schon mir den Service leiste, dieser Service allerspätestens seit November mit score 41 eine tiefdunkle gelbe Fahne hißt ... also DANN wäre ich raus, denn WARUM bin ich denn sonst bei SSD, wenn ich es nicht als das erachte, was es ist: ein erstaunlich zuverlässiges early warning system BEFORE dividend cuts occur?!
Am Ende sind die SSD-Typen ja auch nur Analysten. Und wie so häufig ist es eine persönliche Sache, ob man Analysten glaubt, oder nicht. Kann dir natürlich auch passieren, dass du zu früh rausgehst aus so einem Wert. In einer Buy and Hold Langfriststrategie ist es ja auch nicht immer ratsam, voreilig auf Prognosen zu reagieren.
Am Beispiel von KHC muss man sich aber tatsächlich die Frage stellen: Was ist die Alternative? Raus wenn die Dividende gekürzt wird? Kann teuer werden. Sieht man jetzt. Nach cubanpetes Methode vorgehen, Dividendenkürzung schlucken und noch x Jahre / Monate warten. Kann aufgehen. Kann aber bei einem Unternehmen, dass ernsthaft in Schwierigkeiten kommt, hässlich werden.
Ich stimme dir in sehr vielen Punkten zu, allerdings muss ich hier widersprechen. Es geht natürlich auch um das Geschäftsmodell, sowie die Entwicklung der letzten Jahre. Ich hätte mit so etwas nicht zwingend gerechnet, jedoch kommt es nicht wirklich überraschend. Für mich haben schon vor der heutigen Meldung 3 Punkte gegen einen Einstieg gesprochen.
1. Die Aktie befindet sich seit Anfang 2017 in einem klar ersichtlichen Abwärtstrend (von $100 auf $48 also knapp 50%)
2. Die Dividende stagniert (6 Quartale infolge die selbe)
3. Das Geschäftsmodell sowie die Verschuldung ist nicht wirklich prickelnd
Zu Buffett, für mich ist das kein Qualitätskriterium nur weil der Altmeister investiert ist (Ausnahmen bestätigen die Regel

Womit wir wieder beim Thema sind, genaue Recherche, breite Diversifikation über Branchen hinweg. Keine Klumpenrisiko dann dürfte so etwas verschmerzbar sein. Bei meinem Ziel von 50 Unternehmen wären das nicht mal 1% vom Gesamt Investment.