
RE: ETF - Kauf über Fondsgesellschaft oder Börsenplatz
| 07.04.2019, 18:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.04.2019, 18:52 von cordo.)
Limits kann ich schon setzen, allerdings scheine ich nicht gleichberechtigt zu den Market Makern im Orderbuch auf, sodass mein Limit die neue Bid- oder Ask-Quotierung wird.
Es würde hier ja auch keinen Sinn machen. Mein einziger Handelspartner der in Frage kommt, ist beim außerbörslichen Direkthandel ja nun mal der einzige Marketmaker, zu dem ich direkt meinen Auftrag sende. Der nimmt meinen Preisvorschlag (das Limit) dann an oder eben nicht.
Sende ich an XETRA oder jede andere echte Börse, dann könnte es so aussehen:
Quotes VOR dem Absender meiner Order:
BID 100,00; Größe 100 Stück
ASK 100,10; Größe 200 Stück
Nun sende ich folgende Order nach XETRA:
BUY LIMIT 100,05; 50 Stück
Gleich im Anschluss sieht das Orderbuch so aus:
BID 100,05; Größe 50 Stück (das bin ich)
ASK 100,10; Größe 200 Stück
Da ich im Orderbuch öffentlich und für alle Handelsteilnehmer sichtbar aufscheine, kann mein Angebot von jedem beliebigen Handelspartner "abgeholt" werden. Vielleicht ist es ein Market Maker, der zuvor die Gunst der Stunde genutzt hat und mangels besseren Angeboten sich mit ASK 100,10 rein gestellt hat. Da 100,05 auch passen, holt er mich aber ab und verkauft nach mich für 100,05 je Stück. Vielleicht ist es stattdessen ein Hedge Fonds, vielleicht ein high frequency trading Algorithmus, oder aber ein Auftrag irgend eines privaten Investors der seine Verkaufs-Order irrtümlich an XETRA gesendet hat statt den außerbörslichen Direkthandel genutzt zu haben
Soweit ich weiß, geht das Reinstellen der eigenen Order ins allgemeine Orderbuch beim außerbörslichen Direkthandel mit einem einzigen Partner auf der Gegenseite (zB L&S) mal überhaupt nicht. Und auch die sog. neuen "Börsen" wie zB Tradegate unterstützen es nicht, dass meine Order gleichberechtigt mit allen anderen im Orderbuch landet. Tradegate ist meines Wissens nur ein Sammelplatz an dem mehrere Marketmaker gleichzeitig ihre Quotes rein stellen. Was die tatsächliche Preisfindung betrifft (Zustandekommen der Bid und Ask Quotes) hat man als Anleger dort aber nichts mitzureden. Man kann nehmen was die hohen Marktmaker einem an Quotes hinwerfen, oder man lässt es bleiben.
Und das ist dann der Punkt an dem ich mich frage, ob eine echte Börse, vorausgesetzt es gibt ausreichend hohe Liquidität, nicht doch die besseren Preise bietet.
Bessere Preise bedeutet in diesem Fall engere Spreads, die ich zusätzlich auch noch selbst beeinflussen kann.
ZB XETRA, NASDAQ, oder ein Darkpool von Interactive Brokers wie SMART wo die Preise ja zwingend gleich oder besser wie an der echten Börse sein müssen.
Es würde hier ja auch keinen Sinn machen. Mein einziger Handelspartner der in Frage kommt, ist beim außerbörslichen Direkthandel ja nun mal der einzige Marketmaker, zu dem ich direkt meinen Auftrag sende. Der nimmt meinen Preisvorschlag (das Limit) dann an oder eben nicht.
Sende ich an XETRA oder jede andere echte Börse, dann könnte es so aussehen:
Quotes VOR dem Absender meiner Order:
BID 100,00; Größe 100 Stück
ASK 100,10; Größe 200 Stück
Nun sende ich folgende Order nach XETRA:
BUY LIMIT 100,05; 50 Stück
Gleich im Anschluss sieht das Orderbuch so aus:
BID 100,05; Größe 50 Stück (das bin ich)
ASK 100,10; Größe 200 Stück
Da ich im Orderbuch öffentlich und für alle Handelsteilnehmer sichtbar aufscheine, kann mein Angebot von jedem beliebigen Handelspartner "abgeholt" werden. Vielleicht ist es ein Market Maker, der zuvor die Gunst der Stunde genutzt hat und mangels besseren Angeboten sich mit ASK 100,10 rein gestellt hat. Da 100,05 auch passen, holt er mich aber ab und verkauft nach mich für 100,05 je Stück. Vielleicht ist es stattdessen ein Hedge Fonds, vielleicht ein high frequency trading Algorithmus, oder aber ein Auftrag irgend eines privaten Investors der seine Verkaufs-Order irrtümlich an XETRA gesendet hat statt den außerbörslichen Direkthandel genutzt zu haben

Soweit ich weiß, geht das Reinstellen der eigenen Order ins allgemeine Orderbuch beim außerbörslichen Direkthandel mit einem einzigen Partner auf der Gegenseite (zB L&S) mal überhaupt nicht. Und auch die sog. neuen "Börsen" wie zB Tradegate unterstützen es nicht, dass meine Order gleichberechtigt mit allen anderen im Orderbuch landet. Tradegate ist meines Wissens nur ein Sammelplatz an dem mehrere Marketmaker gleichzeitig ihre Quotes rein stellen. Was die tatsächliche Preisfindung betrifft (Zustandekommen der Bid und Ask Quotes) hat man als Anleger dort aber nichts mitzureden. Man kann nehmen was die hohen Marktmaker einem an Quotes hinwerfen, oder man lässt es bleiben.
Und das ist dann der Punkt an dem ich mich frage, ob eine echte Börse, vorausgesetzt es gibt ausreichend hohe Liquidität, nicht doch die besseren Preise bietet.
Bessere Preise bedeutet in diesem Fall engere Spreads, die ich zusätzlich auch noch selbst beeinflussen kann.
ZB XETRA, NASDAQ, oder ein Darkpool von Interactive Brokers wie SMART wo die Preise ja zwingend gleich oder besser wie an der echten Börse sein müssen.