(25.04.2019, 21:43)Skeptiker schrieb: Die Argumentation an sich ist vielleicht ein wiederholtes Durchdenken Wert, allerdings werden dabei zwei Aspekte ignoriert:
1. Halte ich es für ziemlich gewagt, Inflation mit Lohnerhöhungen zu erklären und dann das Ausbleiben von Lohnerhöhungen für das Ausbleiben der Inflation verantwortlich zu machen. Hier werden Aspekte wie Geldmenge oder Wachstum ignoriert.
2. Die Produktionssteigerung müsste die Preise senken.
Das "Durchdenken" wuerde doch eine recht lange Diskussion werden - man muesste erstmal Inflation objektiv definieren.
Ich denke zumindest dass die Globalisierung im Sinne von Billigproduktion von vielen Guetern des taeglichen Bedarfs einerseits und Druck auf Loehne in den Hochlohnlaendern andererseits ihren Teil dazu beigetragen hat bisher eine staerkere Inflation zu verhindern...mit in der Folge zunehmendem Druck auf Sozialsysteme, steigende Staatsverschuldung sowie die ueber viele Jahre ausbleibenden Reallohnsteigerungen in z.B. D.
Es wird wohl nicht bezweifelt dass ohne Importe aus China hier ein hoeheres Preisniveau waere...
Nicht vergessen sollte man mmn die Rolle der Finanzmaerkte (besonders seit Liberalisierung) und ihr Einfluss auf die Inflation bzw. den zugrunde liegenden Warenkorb...Man stelle sich vor die gesamte durch die Schuldenorgien erzeugte Ueberschussliquiditaet welche in Aktien/Immobilen/Kunst etc gebunden ist wuerde fuer Gueter des taeglichen Bedarfs zur Verfuegung stehen

Thema Warenkorb - den muss man nur ein bisschen umstellen und dann klappts auch mit mehr Inflation
