(09.12.2019, 15:11)saphir schrieb: Gibt es in der Schweiz eigentlich keine Vermögenssteuer?
Doch gibt es. Aber sie greift schon ab einem Vermögen von CHF 70'000, also ca. 63'000 Euros. Sie ist im Promillebereich, ich hatte kürzlich die Spitzensätze hier im Forum publiziert.
Im Gegensatz zur privaten Kapitalgewinnsteuer die es in der Schweiz nur für Immobilien gibt (und die ist je nach Gemeinde bis 50% beträgt) muss man die Vermögenssteuer ja auch bezahlen wenn man Verluste schrieb. Ist also eine sicherere Einnahmequelle für den Staat als die Kapitalgewinnsteuer.
Die Kapitalgewinnsteuer ist sowieso kompletter Unsinn. Wenn man in Fonds investiert ist sie eine Art indirekte Steuer, das Geld das man bezieht, nur darauf, muss man die Steuern zahlen. Wenn man allerdings die Arbeit des Fondsmanager selber macht so wird man kräftig bestraft: man verkauft was mit Gewinn und legt es gleich wieder an...Päng kommt das Finanzamt, auf Anordnung der Politiker und ihrer Freunde aus der Finanzindustrie. Dank Kapitalgewinnsteuer kannst Du also Aussuchen ob Du Steuern oder einen Fondsmanager zahlen willst!
Auch die Vermögenssteuer in der Schweiz ist unfair und auch hier haben die Politiker gute Freunde in der Finanzindustrie. Weil ich mein Altersguthaben selber verwalte muss ich darauf Vermögenssteuer entrichten. Liesse ich das bei einem Pensionskassen Manager so müsste ich das nicht. Allerdings lohnt es sich für mich trotzdem; der Unterschied macht ungefähr 5-7 Arbeitsjahre zu meinen Gunsten aus hab ich mal ausgerechnet.
In der Schweiz muss man sich also entscheiden: 5-7 Jahre länger Arbeiten bzw. kleinere Rente oder Steuern zahlen.

Aber auch diese Entscheidung hat man nur unter gewissen Umständen zu gute: man muss auswandern oder 60 Jahre alt sein. Sonst ist die Auswahl: 5-7 Jahre länger arbeiten oder 5-7 Jahre länger arbeiten. Damit die unzähligen Pensionskassen-Manager gut leben.