
RE: Corona-Virus
| 13.02.2020, 11:07 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.02.2020, 11:34 von boersenkater.)
Coronavirus
Neue Zählweise - viel mehr Infizierte
Stand: 13.02.2020 07:01 Uhr
Die chinesischen Behörden haben ihre Methoden zur Erfassung des Coronavirus überarbeitet - offiziell verzehnfachte sich dadurch die Zahl neuer Erkrankungen. Die Krise kostet nun auch einen hochrangigen Funktionär das Amt.
Nach einer Umstellung der Erfassungsmethode hat sich die Zahl statistisch erfasster Infektionen mit dem Coronavirus in China gegenüber dem Vortag nahezu verzehnfacht. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, wurden in in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei 14.840 Fälle neu registriert. Am Vortag waren in Hubei noch 1638 neue Infektionen gemeldet worden.
Auch die Zahl der nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus stieg in der Provinz um mehr als das Doppelte. 242 neue Todesopfer registriert, womit die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1310 liegt. Am Vortag hatten die Behörden 97 Todesopfer gemeldet....
"Überarbeitete" Diagnoseergebnisse
Wie die Gesundheitskommission der Provinz Hubei mitteilte, seien die Diagnoseergebnisse nach einer Untersuchung "überarbeitet" worden. Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation hinzugefügt worden. Demnach würden nun auch Fälle "klinischer Diagnosen" in die Zahl der bestätigten Diagnosen aufgenommen.
Wie die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf chinesische Experten berichtete, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und epidemiologischer Vorgeschichte beruht. Bislang war demnach nur ein Testverfahren über Nukleinsäuren zugelassen, das aber viele eindeutige Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests erkannt habe.
Anfang der Woche hatte es zunehmend Kritik an einer Änderung der Statistik-Bestimmungen gegeben, derzufolge nicht mehr diejenigen Patienten gezählt werden sollten, die zwar positiv auf das Coronavirus getestet sind, aber keine klinischen Symptome zeigen.
Hohe Dunkelziffer
Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer von Erkrankungen. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das neue Virus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen Fälle besonders für lokale Stellen kompliziert. Die täglich berichteten Zahlen repräsentieren laut Experten somit eher die Fähigkeiten, Fälle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der Epidemie.
Landesweit lagen zunächst keine neuen Angaben über die Verbreitung des Virus vor. Allein durch die neuen Infektionen in Hubei stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland aber auf über 59.000.
KP-Chef von Provinz Hubei abgesetzt
Die Lage auf Kreuzfahrtschiffen
16 Fälle in Deutschland
Beratungen in Brüssel
https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-209.html
Neue Zählweise - viel mehr Infizierte
Stand: 13.02.2020 07:01 Uhr
Die chinesischen Behörden haben ihre Methoden zur Erfassung des Coronavirus überarbeitet - offiziell verzehnfachte sich dadurch die Zahl neuer Erkrankungen. Die Krise kostet nun auch einen hochrangigen Funktionär das Amt.
Nach einer Umstellung der Erfassungsmethode hat sich die Zahl statistisch erfasster Infektionen mit dem Coronavirus in China gegenüber dem Vortag nahezu verzehnfacht. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, wurden in in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei 14.840 Fälle neu registriert. Am Vortag waren in Hubei noch 1638 neue Infektionen gemeldet worden.
Auch die Zahl der nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus stieg in der Provinz um mehr als das Doppelte. 242 neue Todesopfer registriert, womit die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1310 liegt. Am Vortag hatten die Behörden 97 Todesopfer gemeldet....
"Überarbeitete" Diagnoseergebnisse
Wie die Gesundheitskommission der Provinz Hubei mitteilte, seien die Diagnoseergebnisse nach einer Untersuchung "überarbeitet" worden. Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation hinzugefügt worden. Demnach würden nun auch Fälle "klinischer Diagnosen" in die Zahl der bestätigten Diagnosen aufgenommen.
Wie die Zeitung "China Daily" unter Berufung auf chinesische Experten berichtete, können Ärzte jetzt eine offizielle Diagnose stellen, die auf einer Kombination von Faktoren wie Lungenbildern, dem physischen Zustand und epidemiologischer Vorgeschichte beruht. Bislang war demnach nur ein Testverfahren über Nukleinsäuren zugelassen, das aber viele eindeutige Erkrankungen erst nach drei oder vier Tests erkannt habe.
Anfang der Woche hatte es zunehmend Kritik an einer Änderung der Statistik-Bestimmungen gegeben, derzufolge nicht mehr diejenigen Patienten gezählt werden sollten, die zwar positiv auf das Coronavirus getestet sind, aber keine klinischen Symptome zeigen.
Hohe Dunkelziffer
Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer von Erkrankungen. So sind die Möglichkeiten begrenzt, auf das neue Virus zu testen. Ferner erscheint das sich wandelnde Berichterstattungssystem Chinas mit unterschiedlichen Definitionen der einzelnen Fälle besonders für lokale Stellen kompliziert. Die täglich berichteten Zahlen repräsentieren laut Experten somit eher die Fähigkeiten, Fälle zu identifizieren und zu melden, als das wirkliche Ausmaß der Epidemie.
Landesweit lagen zunächst keine neuen Angaben über die Verbreitung des Virus vor. Allein durch die neuen Infektionen in Hubei stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf dem chinesischen Festland aber auf über 59.000.
KP-Chef von Provinz Hubei abgesetzt
Die Lage auf Kreuzfahrtschiffen
16 Fälle in Deutschland
Beratungen in Brüssel
https://www.tagesschau.de/ausland/coronavirus-209.html
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