Coronavirus in China
Die Angst der Ärzte vor der Ansteckung
Stand: 14.02.2020 11:23 Uhr
Überarbeitet, schlecht ausgerüstet und in ständiger Infektionsgefahr: Krankenhausmitarbeiter in China kämpfen gegen das Coronavirus. Sechs von ihnen sind gestern gestorben. Auch die Gesamtzahl der Toten und Infektionen steigt weiter.
Große Risiken für Ärzte und Pfleger
...Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, insgesamt hätten sich bislang mehr als 1700 medizinische Helfer angesteckt.
Die Gesundheitskommission hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger ausgesetzt seien - vor allem angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken.
In Wuhan führen die Engpässe dazu, dass Ärzte dieselbe Schutzbekleidung mehrfach tragen mussten. Damit steigt die Gefahr, dass die behandelnden Ärzte den Virus weitertragen. Ein Arzt in einer Stadtteil-Klinik von Wuhan berichtet, dass er und mindestens 16 Kollegen die typischen Symptome des Coronavirus wie Husten und Lungeninfektionen zeigten. "Als Ärzte wollen wir natürlich nicht arbeiten, während wir vielleicht ansteckend sind", sagte er. "Doch es gibt im Moment einfach niemanden, der uns ersetzen könnte."...
Viele Ärzte tragen Windeln
Jiao Yahui von der chinesischen Gesundheitskommission sagte, viele Ärzte würden unter ihren Schutzanzügen Windeln tragen, um den Gang auf die Toilette zu vermeiden und so einen Wechsel der raren Anzüge hinauszuzögern. Zwar wurden die Produktion und der Import von Masken und Schutzanzügen in China inzwischen deutlich erhöht. Doch das helfe nur wenig, sagen Mediziner in Wuhan:"Selbst wenn wir mehr Masken bekommen - die Zahl der Patienten steigt noch schneller."
Sorge mit Blick auf Nordkorea
Derweil wächst die Sorge, wie Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen mit der Erkrankung umgehen. Nordkoreanische Staatsmedien deuteten an, eine unbekannte Zahl von Menschen habe Symptome gezeigt und sei bereits in Quarantäne...
https://www.tagesschau.de/ausland/corona...a-129.html
Die Angst der Ärzte vor der Ansteckung
Stand: 14.02.2020 11:23 Uhr
Überarbeitet, schlecht ausgerüstet und in ständiger Infektionsgefahr: Krankenhausmitarbeiter in China kämpfen gegen das Coronavirus. Sechs von ihnen sind gestern gestorben. Auch die Gesamtzahl der Toten und Infektionen steigt weiter.
Große Risiken für Ärzte und Pfleger
...Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, insgesamt hätten sich bislang mehr als 1700 medizinische Helfer angesteckt.
Die Gesundheitskommission hob die großen Risiken hervor, denen Ärzte und Krankenpfleger ausgesetzt seien - vor allem angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken.
In Wuhan führen die Engpässe dazu, dass Ärzte dieselbe Schutzbekleidung mehrfach tragen mussten. Damit steigt die Gefahr, dass die behandelnden Ärzte den Virus weitertragen. Ein Arzt in einer Stadtteil-Klinik von Wuhan berichtet, dass er und mindestens 16 Kollegen die typischen Symptome des Coronavirus wie Husten und Lungeninfektionen zeigten. "Als Ärzte wollen wir natürlich nicht arbeiten, während wir vielleicht ansteckend sind", sagte er. "Doch es gibt im Moment einfach niemanden, der uns ersetzen könnte."...
Viele Ärzte tragen Windeln
Jiao Yahui von der chinesischen Gesundheitskommission sagte, viele Ärzte würden unter ihren Schutzanzügen Windeln tragen, um den Gang auf die Toilette zu vermeiden und so einen Wechsel der raren Anzüge hinauszuzögern. Zwar wurden die Produktion und der Import von Masken und Schutzanzügen in China inzwischen deutlich erhöht. Doch das helfe nur wenig, sagen Mediziner in Wuhan:"Selbst wenn wir mehr Masken bekommen - die Zahl der Patienten steigt noch schneller."
Sorge mit Blick auf Nordkorea
Derweil wächst die Sorge, wie Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen mit der Erkrankung umgehen. Nordkoreanische Staatsmedien deuteten an, eine unbekannte Zahl von Menschen habe Symptome gezeigt und sei bereits in Quarantäne...
https://www.tagesschau.de/ausland/corona...a-129.html

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