(18.04.2020, 11:09)cubanpete schrieb: Sorry, waren etwas harte Worte, aber Du sagst es ja selbst: es gibt so viele Möglichkeiten die Mitmenschen zu schützen die kein Schwein interessieren und wir suchen uns das selbst aus. Das zu Hause bleiben ist aber vor allem ein Selbstschutz, deshalb halten sich ja auch so viel dran.
Manchmal braucht es etwas heftige Worte um einen Umstand wie diesen hervorzuheben. Ich möchte mich aber entschuldigen falls sich jemand dadurch beleidigt fühlt.
Alles kein Problem, solange es sachlich bleibt, ist das für mich völlig in Ordnung

Was mir - nicht nur bei dir - aber bei vielen Argumentierenden auffällt ist folgender Gedanke - du
sprichst davon das du immer erst gern die Position des Contrarian besetzt.
Nun lässt sich ja ob der Wahrscheinlichkeiten immer recht einfach argumentieren, das das alles
Blödsinn ist, die Politiker falsch gehandelt hätten und noch haben. Alles akzeptiert - ich denke so
lange man nicht "erwischt" wird, fühlt sich der Mensch wohl in seiner Meinung bestätigt.
Wie würde es denn aber aussehen, wenn ausgerechnet du oder ein dir Nahestehender stirbt ?
Sieht man das dann immer noch so locker ?
Die Prof. Melanie irgendwas - komme grade nicht drauf - hat letztens schon gesagt, das das Hauptproblem in
den Bevölkerungen immer ist, wenn eine Pandemie in den Griff bekommen wurde, alle immer sagen
"Siehste - war ja doch wieder alles nur Panikmache usw....". Weil eben dann nichts gravierendes passiert ist.
Wir haben immer nicht - Gott sei Dank - den Blick auf das "was wäre wenn ...." Szenario, weil dies ja dann
immer noch so eben abgewendet wurde.
Ich denke wenn Politiker Verantwortung tragen müssen, ist ein Teil der Wahrheit schon immer gewesen, das man
es eben nicht allen Recht machen kann. Das sieht man an Covid-19 auch wieder recht deutlich. Was unterm Strich
richtiger ist, weiss auch ich natürlich nicht, aber das man die Gesundheit Vieler oder gar Aller erstmal über wirtschaftliche
Interessen stellt halte ich nach wie vor retrospektiv betrachtet nicht für den verkehrtesten Weg.
(19.04.2020, 01:36)Praeriebaer schrieb: Ich hab noch gut 50 Jahre vor mir! Sollte ich diese in armer , kranker,Unfreiheit verbringen müssen, so ziehe ich den sofortigen Tod vor! Unser Gesundheitssystem wird diese Krise nicht überleben. Die Krankenkassen müssen bald über ihre Finanzen Rechenschaft ablegen.
Mal abgesehen, das ich die Aussage mit den 50 Jahren recht gewagt finde, das sagst du weil du heute vermeintlich noch
jung und unbesiegbar bist - bzw. dich so fühlst. Ich war früher auch so und erkenne das heute in meinen Kids auch wieder.
In dem Moment wo sowas über dich hereinbricht und es um das pure Überleben geht, siehst du das komplett anders, glaube es mir.