(31.05.2020, 14:29)Lancelot schrieb: ...
IMO muss keiner Verhungern wegen Corona Maßnahmen. Das ist ein Narrativ der "freie Märkte können alles" Adepten. Wir haben Produktionskapazität an systemisch relevantem Zeug bis es un zu den Ohren rauskommt (Wasser, Nahrung, Energie, Bekleidung....). Alles andere ist ein Verteilungsproblem. Das hatten wir vorher auch schon. Wir fahren 6 Wochen den Laden ein bisschen!!!!! runter und auf einmal is Armageddon? Da ist doch was kaputt.
In CH haben wir neben dem obligatorischen Milizsystem als Alternative den Zivil- oder Katastrophenschutz. Nachdem wir über eine Volksabstimmung 2013 ein Epidemiegesetz in Kraft gesetzt haben, das der obersten Exekutive der Eidgenossenschaft, dem BunderätInnen, im Notfall neu die Möglichkeit zuspricht den Pandemienotstandes auszurufen.
Nachem alle Bürger vorher freiwillig das Notfallhandbuch in Form des 2011 erschienenen Hollywood Blockbusters "Contagion" verinnerlicht haben, zudem mehrere Experten in Epidemologie wie bspw. den Berner Althaus aufgebaut worden sind, kam es nun zum ersten grösseren Testlauf, analog früherer Zivlischutzübungen, nur dass diesmal nicht der Atomkrieg, nicht ein Atomkraftwerkgau à la Tschnobyl oder ein Giftgasanschlag für den Test der gelagerten ABC-Ausrüstungen in den Zivilschutzbunkern geübt wurden, sondern ein neuartiger Virenkrieg gegen eine heimtückische Grippe.
Was ich ein bisschen vermisst habe, war der grossräumige Einsatz der allerort installierten Sirenenanlagen, deren Einsatz war schon früher und ist auch heute immer noch sehr eindrücklich, schade, ging irgendwie vergessen.
Was man jetzt schon sagen kann ist, die Bevölkerung hat bei der Übung gut mitgemacht, hat sich rechtzeitig mit allem Notwendigen eingedeckt, ausser die paar, die vergessen haben, sich mit genügend WC-Papier einzudecken.
Ich denke alles in allem wurde das neue Gesetz gut umgesetzt, verständlich kommuniziert, die Mittel wurden zielgerichtet eingesetzt, wir sind für den Ernstfall gut vorbereitet. Fazit 4 von 5 Punkten.
ps. für Cashomat

