
RE: CFD Handel; primär Gold und Dax; Analysen, Trades, Dokumentation des Echtgeldhandels
| 19.08.2020, 13:34
Ich habe mich, auch im Rahmen dieses Threads, in letzter Zeit ein bisschen in EW eingelesen. U.a. in Prechter und andere.
Wie ich es schon vermutet habe, handelt es sich bei EW keineswegs um eine "Theorie". Prechter und auch Elliot räumen ja ganz offen ein, dass Sie die Märkte lediglich despritiv untersucht haben und dabei ein wiederkehrendes Wellenmuster vorgefunden haben.
Wenn es nicht soviele Trader gäbe, die mit EW gute Gewinne machen, müsste man fast schon von Esoterik ("Wellen"
) sprechen.
Ich bitte das nicht falsch zu verstehen: Ich weiß, Trading ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst, und ich weiß auch, dass sich bestimmte Dinge wissenschaftlich nur schwierig untersuchen lassen und dass Trading zu den Lebensbereichen gehört, wo erfolgreiche Praktiker zu ganz anderen Schlussfolgerungen kommen als Wissenschaftler.
Mich wundert halt nur, dass von EW immer wieder als "Theorie" gesprochen wird, obwohl das ganz genaue Gegenteil der Fall ist: Der EW-Ansatz beruht auf rein deskriptiven Erkenntnissen, hat offenbar keine Annahmen wie die Wellenmuster kausal zustande kommen und ist somit das genaue Gegenteil von einer Theorie, eben eine Nicht-Theorie.
Hin und Wieder liest man auch, EW wäre ein "massenpsychologischer" Ansatz. Auch das stimmt nicht, die EW-"Theorie" macht, meines Wissens (sollte ich mich irren, nehme ich Literaturvorschläge gerne entgegen) keinerlei Aussagen, welche psychologischen Prozesse oder Sachverhalte zu bestimmten Wellenmustern im Markt führen sollten.
Eher würde ich den Ansatz "deskriptiv" nennen, vielleicht noch stochastisch oder mathematisch. Stochastisch, weil EW ja vor allem bei Indizes und sehr liquiden Märkten funktioniert, d.h. der "Meßfehler" wird, anders als bei Einzelaktien, im Index herausgemittelt, daher "stochastisch". Mathematisch, weil die EA ja letztlich auch auf Fibo-Zahlen gestütz werden (können).
Bitte nicht als negative Kritik verstehen, wenn man damit gute traden und Gewinne machen kann, ist es mir egal, ob es eine Theorie oder eine Nicht-Theorie ist. Ich beschäftige mich halt mit diesen Dingen, lese mich ein und durchdenke eine Sache von unterschiedlichen Seiten.
Widerspruch, Zustimmung oder Einwände interessieren mich natürlich brennend. :)
Wie ich es schon vermutet habe, handelt es sich bei EW keineswegs um eine "Theorie". Prechter und auch Elliot räumen ja ganz offen ein, dass Sie die Märkte lediglich despritiv untersucht haben und dabei ein wiederkehrendes Wellenmuster vorgefunden haben.
Wenn es nicht soviele Trader gäbe, die mit EW gute Gewinne machen, müsste man fast schon von Esoterik ("Wellen"

Ich bitte das nicht falsch zu verstehen: Ich weiß, Trading ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst, und ich weiß auch, dass sich bestimmte Dinge wissenschaftlich nur schwierig untersuchen lassen und dass Trading zu den Lebensbereichen gehört, wo erfolgreiche Praktiker zu ganz anderen Schlussfolgerungen kommen als Wissenschaftler.
Mich wundert halt nur, dass von EW immer wieder als "Theorie" gesprochen wird, obwohl das ganz genaue Gegenteil der Fall ist: Der EW-Ansatz beruht auf rein deskriptiven Erkenntnissen, hat offenbar keine Annahmen wie die Wellenmuster kausal zustande kommen und ist somit das genaue Gegenteil von einer Theorie, eben eine Nicht-Theorie.
Hin und Wieder liest man auch, EW wäre ein "massenpsychologischer" Ansatz. Auch das stimmt nicht, die EW-"Theorie" macht, meines Wissens (sollte ich mich irren, nehme ich Literaturvorschläge gerne entgegen) keinerlei Aussagen, welche psychologischen Prozesse oder Sachverhalte zu bestimmten Wellenmustern im Markt führen sollten.
Eher würde ich den Ansatz "deskriptiv" nennen, vielleicht noch stochastisch oder mathematisch. Stochastisch, weil EW ja vor allem bei Indizes und sehr liquiden Märkten funktioniert, d.h. der "Meßfehler" wird, anders als bei Einzelaktien, im Index herausgemittelt, daher "stochastisch". Mathematisch, weil die EA ja letztlich auch auf Fibo-Zahlen gestütz werden (können).
Bitte nicht als negative Kritik verstehen, wenn man damit gute traden und Gewinne machen kann, ist es mir egal, ob es eine Theorie oder eine Nicht-Theorie ist. Ich beschäftige mich halt mit diesen Dingen, lese mich ein und durchdenke eine Sache von unterschiedlichen Seiten.
Widerspruch, Zustimmung oder Einwände interessieren mich natürlich brennend. :)