(19.12.2018, 09:29)MacMoneysac schrieb: Eigentlich müsste man ja dort bereits den Arbeitgeberanteil für Angestellte hinzurechnen, damit es mit den Gehältern der Selbständigen kompatibel wird (die sehen ja ihr echtes - viel höheres - Brutto als "Umsatz").
Theoretisch hast du recht und genau diese Überlegung hat mich dazu geführt, dass ich den gesamten Ansatz als fragwürdig erworfen habe.
Ich halte es dennoch nicht für ausgemacht, dass die Angestellten und Arbeiter de facto auch den vollen "Real-Bruttolohn" bekommen würden, falls man das bisherige System ändern würde. Es würden nur die Lohnnebenkosten sinken.
Dass ich einen Bruttolohn von, sagen wir mal, 3000 EUR erziele, liegt ja auch an den Marktbedingungen und offenbar sind niemals der Tatsache angepasst worden, dass wir viel Geld in Nebenkosten verlieren. Wobei das Geld ja nicht wirklich verloren ist, nebenbei.
(19.12.2018, 09:29)MacMoneysac schrieb:Ja, das Urproblem ist die Demographie. Da hast du Recht.
Das führt jetzt ins Politische hinein.

Nur soviel: Ich sehe in Deutschland keine realistische Chance, das Umlagebasierte System an sich ausgetauscht werden könnte. Es gibt inzwischen genug Verbände, Medien und Parteien, die dagegen Sturmlaufen würden. Keine Regierung könnte das überleben.
Deswegen beruft man meines Erachtens auch "Expertenrunden" ein usw. Die Idee muss, falls sie überhaupt kommt, von extern kommen.
(19.12.2018, 09:29)MacMoneysac schrieb:Warum sollte die gesetzliche Krankenkasse denn nicht 300 oder 800 Mrd. EURO zurücklegen können? Das ist doch ganz normal.
Laut Medienberichten geht es der Krankenversicherung aber gut. Die Renten- und Krankenversicherung macht zwar den größten Teil der Abzüge aus, aber nur bei der Rente drohen uns in der Form größere Probleme.