Donnerstag, 20. Dezember 2018
Die Fed hat nicht geliefert
Der Fed und vor allem den Notenbankchef Jerome Powell war es gestern Abend nicht gelungen, die Sorgen der Investoren zu zerstreuen, dass eine Straffung der Geldpolitik das Wirtschaftswachstum abwürgen könnte.
Während Powell die starke US-Economy betont und hervorgehoben hat, dass die Gledpolitik im Moment neutral und noch lange nicht restriktiv ist, was aber bei Zeiten so kommen könnte, konnte man am Dotplot weniger Zinserhöhungen in 2019 ablesen, als bisher erwartet.
Die FOMC-Mitglieder haben die Median-Prognose für 2019 von drei auf zwei Zinsanhebungen zurückgenommen. Die Tendenz der straffenden Geldpolitik bleibt aber und die Äußerungen von Powell haben die Märkte gestern Abend enttäuscht zur Kenntnis genommen. Von der Fed wird es keine Unterstützung für die Märkte geben und sie lasse sich im übrigen auch nicht durch politische Einflüsse davon abbringen das zu tun, was sie für richtig hält.
Wir haben während und nach der Pressekonferenz gesehen, wie US-Treasuries rege gesucht waren. Die Renditen blieben auch im Asienhandel unter Druck. Der safe haven war gefragt.
![[Bild: decdotplots.1545246041618.PNG]](https://fm-static.cnbc.com/awsmedia/chart/2018/11/19/decdotplots.1545246041618.PNG)
https://www.cnbc.com/2018/12/19/fed-dot-...-2018.html
Von 17 Notenbankern sehen 11 die Leitzinsen in 2019 um mindestens zwei mal 0,25% steigen, in 2020 noch ein weiteres Mal. Erst 2020 sehen sie den Erhöhungszyklus für beendet.
Trotz, dass es weniger Erhöhungen sind als im September-Dotplot abzulesen war, reagierten die Märkte enttäuscht. Sind das immer noch zu viele Anhebungen? Riskiert die Fed damit die Wirtschaft abzuwürgen? Powell sagt „Nein“, die US-Wirtschaft sei so robust, dass das Zinsniveau noch unter dem normalen Niveau sich befindet.
Die Märkte sehen das anders. Sie haben Angst vor einer aufkommenden Rezession und die Marktreaktionen, die wir gestern gesehen haben, deuten darauf hin, dass man davon ausgeht, dass die Fed dazu beiträgt, dass es so kommt. Eine inverse Zinsstrukturkurve ist jetzt schon so gut wie nicht mehr zu verhindern. Die Rezession wird kommen.
Will das die Fed vielleicht sogar? Powell hat gestern Abend immer wieder den verbalen Mittelfinger in Richtung Trump gestreckt. Er und die Fed lassen sichn von keinerlei politischer Einflussnahme beeindrucken. Notenbankpolitik ist unabhängig.
So viel steht für mich fest: Powell hat es gestern geschaft, die Unabhängigkeit der Fed zu untermauern. Das Ziel hat er erreicht. Nur zu welchem Preis? Geht das am Ende auf Kosten der Wirtschaftslage? Wir werden es sehen ob wer am Ende Recht behält.
Klar ist: Die Märkte und die Fed haben momentan grundverschiedene Ansichten über die Robustheit der Konjunktur.
Die Fed hat nicht geliefert
Der Fed und vor allem den Notenbankchef Jerome Powell war es gestern Abend nicht gelungen, die Sorgen der Investoren zu zerstreuen, dass eine Straffung der Geldpolitik das Wirtschaftswachstum abwürgen könnte.
Während Powell die starke US-Economy betont und hervorgehoben hat, dass die Gledpolitik im Moment neutral und noch lange nicht restriktiv ist, was aber bei Zeiten so kommen könnte, konnte man am Dotplot weniger Zinserhöhungen in 2019 ablesen, als bisher erwartet.
Die FOMC-Mitglieder haben die Median-Prognose für 2019 von drei auf zwei Zinsanhebungen zurückgenommen. Die Tendenz der straffenden Geldpolitik bleibt aber und die Äußerungen von Powell haben die Märkte gestern Abend enttäuscht zur Kenntnis genommen. Von der Fed wird es keine Unterstützung für die Märkte geben und sie lasse sich im übrigen auch nicht durch politische Einflüsse davon abbringen das zu tun, was sie für richtig hält.
Wir haben während und nach der Pressekonferenz gesehen, wie US-Treasuries rege gesucht waren. Die Renditen blieben auch im Asienhandel unter Druck. Der safe haven war gefragt.
https://www.cnbc.com/2018/12/19/fed-dot-...-2018.html
Von 17 Notenbankern sehen 11 die Leitzinsen in 2019 um mindestens zwei mal 0,25% steigen, in 2020 noch ein weiteres Mal. Erst 2020 sehen sie den Erhöhungszyklus für beendet.
Trotz, dass es weniger Erhöhungen sind als im September-Dotplot abzulesen war, reagierten die Märkte enttäuscht. Sind das immer noch zu viele Anhebungen? Riskiert die Fed damit die Wirtschaft abzuwürgen? Powell sagt „Nein“, die US-Wirtschaft sei so robust, dass das Zinsniveau noch unter dem normalen Niveau sich befindet.
Die Märkte sehen das anders. Sie haben Angst vor einer aufkommenden Rezession und die Marktreaktionen, die wir gestern gesehen haben, deuten darauf hin, dass man davon ausgeht, dass die Fed dazu beiträgt, dass es so kommt. Eine inverse Zinsstrukturkurve ist jetzt schon so gut wie nicht mehr zu verhindern. Die Rezession wird kommen.
Will das die Fed vielleicht sogar? Powell hat gestern Abend immer wieder den verbalen Mittelfinger in Richtung Trump gestreckt. Er und die Fed lassen sichn von keinerlei politischer Einflussnahme beeindrucken. Notenbankpolitik ist unabhängig.
So viel steht für mich fest: Powell hat es gestern geschaft, die Unabhängigkeit der Fed zu untermauern. Das Ziel hat er erreicht. Nur zu welchem Preis? Geht das am Ende auf Kosten der Wirtschaftslage? Wir werden es sehen ob wer am Ende Recht behält.
Klar ist: Die Märkte und die Fed haben momentan grundverschiedene Ansichten über die Robustheit der Konjunktur.