
RE: erwartete Reaktion nach US Wahlausgang und mögliche Umsetzung in eine Strategie ?
| 05.11.2020, 15:34(05.11.2020, 12:12)Honnete schrieb: Einmal möchte ich feststellen, dass Leidenschaft und Gefühle durchaus ihre Berechtigung haben, jedoch die Vernunft wohl hier im Besitz weniger Teilnehmer ist.Selbstreflektion ist der erste Weg zu Besserung

(05.11.2020, 12:12)Honnete schrieb: Alles in Allem haben die ganzen Veränderungen zu Überforderungen durch alle Gesellschaftsschichten hinweg geführt. Die Absurditäten bekommen wir jetzt in der Nachwahlkampfphase präsentiert. Die Verwirrungen verdrängen mit Angst und Bitterkeit alle wirklichen und sachlichen Themen.Vorab: Ich finde auch, dass Trump tatsächlich die Gesellschaft spaltet. Meiner Meinung nach liegt es zum Teil schlicht und ergreifend den Amis im Blut (dazu unten mehr) aber eben auch an seinen Äusserungen. Letztere haben teilweise meiner Meinung nach auch nur das Ziel zu spalten und selbst die Themen zu diktieren. Indem man ungeliebte Medien pauschal als Fake News tituliert, muss man sich auch weniger mit deren kritischen Meinungen herumschlagen. Indem man einfach behauptet, die Wahl wäre gefälscht, muss man gar nicht erst erklären, wie es dazu kam, dass es in eigentlich gesetzten republikanischen Staaten für den "Titelverteidiger" so eng werden konnte. Etc.
Die Amis neigen jedoch auch schon seit jeher zu einem gewissen schwarz-weiss Denken, was die Präsidenten angeht. Der degenerierte Erdnussfarmer ging bei den traditionellen Republikaner-Stammwählern prinzipiell gar nicht. Der zuweilen tumb daherkommende Georgie stiess bei Demokraten prinzipiell auf Spott und Ablehnung. Und der Schürzenjäger Clinton war dem plötzlich grundsätzlich immer frömmelnden Republikanerstammwähler ein Graus. Alles natürlich total themenunabhängig. Der Unterschied zu Trump: Der nimmt die gespaltene Gesellschaft an, haut noch ordentlich Keile rein und hat im Prinzip so sein Programm.