
RE: erwartete Reaktion nach US Wahlausgang und mögliche Umsetzung in eine Strategie ?
| 06.11.2020, 15:31Zitat:Frühestens um neun Uhr betritt der ältere Herr seine ovale Amtsstube, spätestens um 17 Uhr verläßt er sie wieder. Sind Lunch und Mittagsschlaf in Anschlag gebracht, blieben drei bis vier echte Arbeitsstunden. Mittwochs reitet er aus. Seine Pferde sehen ihn öfter als irgendein Minister. Von wichtigen Weltereignissen erfährt er nicht selten erst durch die Fernsehnachrichten um 19 Uhr...Nee, geht nicht um den Senioren Biden. Das ist ein Text, der den üblichen Tagesablauf von Reagan beschrieb. Zumindest aus Sicht der Republikaner einer der Präsidenten mit der besten Performance seit langer Zeit. weiterhin heisst es in dem Artikel:
Zitat:"Vom Naturell her passiv", so Reagan-Biograph Lou Cannon, sei der Präsident zwar fähig, schnelle Entscheidungen zu treffen, im Grunde aber "intellektuell faul" und allenfalls "intuitiv scharfsinnig" - was immer das heißen mag.Na, wenn man das so liest, kommt Biden ja absolut vital rüber.
Illusionen über Reagans intellektuelle Kapazität allerdings haben weder der Präsident noch seine Berater sich je gemacht - schon immer war er vor allem das Verkaufsgenie. Und dem tut auch die Tatsache, daß er heute schon der älteste Präsident ist, der je die USA regierte, keinen Abbruch; gelegentliche Nickerchen, etwa während der Audienz beim Papst im Vatikan, seien nicht etwa Alterserscheinungen. Reagan, so wissen Mitarbeiter, ist schon vor 20 Jahren bei Konferenzen zuweilen sanft entschlummert; und ein verkrümmter vierter Finger der rechten Hand ist nicht etwa auf Alters-Arthritis, sondern die erbliche Dupuytren-Kontraktur, eine Versteifung und Schrumpfung der Sehne, zurückzuführen.
Wenn sich das Alter bemerkbar macht, dann auch darin, daß er wichtige Ereignisse in einem Tagebuch festhält, weil das Erinnerungsvermögen nachgelassen hat, oder den Staatsbesucher Doe aus Liberia mit "Chairman Moe" wie Mao anredet, der schon längst im Mausoleum liegt. Indes - der Mann, der im Weißen Haus und in Kalifornien (wo er in den ersten 36 Monaten seiner Amtszeit 20mal war) mehrere Krisen buchstäblich verschlafen hat ...