
RE: Corona-Virus
| 18.01.2021, 23:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.01.2021, 23:46 von Speculatius.)(18.01.2021, 17:38)Honnete schrieb: Natürlich will kein Politiker einen Anstieg der Todesfälle unter seiner Aufsicht. Aber weder während der Schweinegrippe-Pandemie 2009 noch während Sars 2003, der Hongkong-Grippe-Pandemie 1969 oder gar der Spanischen Grippe-Pandemie 1918 wurden Volkswirtschaften lahmgelegt. Was hat sich also zwischen der Zeit von Sars und der Zeit von Covid geändert?
1. Die Menschen. Von 2003 bis 2020 sind es immerhin 17 Jahre. Vertreter der älteren Generationen, die noch härtere Zeiten selbst kannten und "mehr abkonnten", sind in diesen 17 Jahren gestorben. Parallel dazu weitere Wohlstandskinder hinzugekommen. Der Tod ist in unseren Wohlstandsgesellschaften weggesperrt worden. Wir wollen keine "unschönen Bilder".
2. Der Aufstieg Chinas. Der gnadenlose Lockdown ist zuerst dort praktiziert worden, wo auch das Virus als erstes in Erscheinung trat. Doch Wertesystem und Politik im Reich der Mitte unterscheiden sich von der liberalen Tradition westlicher Staaten. Nichtsdestoweniger wird China mehr und mehr zum Trendsetter werden. War mit den USA im letzten Jahrhundert nicht anders. Die erfolgreichste Wirtschaftsmacht gibt die Trends im Rest der Welt vor, die von den übrigen Ländern mit ein paar Jahren Verspätung übernommen werden. Insofern können wir uns die nächsten Jahrzehnte darauf einstellen "chinesischer" zu werden. Das amerikanische Jahrhundert ist beendet. Somit wird weltweit auch die Akzeptanz autoritärer Vorgehensweisen steigen, die nicht hinterfragt werden sollen.