RE: Corona-Virus
| 16.02.2021, 11:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.02.2021, 11:23 von cubanpete.)(16.02.2021, 10:52)fahri schrieb: Ich hab keine Ahnung ob das satirisch gemeint ist, vieles was hier in dem Thread geschrieben wird ist ja ohnehin nicht
mehr ernst zu nehmen, aber doch mal folgende - wirklich ernst gemeinte - Frage:
"Autofahren oder einfach Atmen ist dann genauso gefährlich wie das Virus oder gefährlicher....."
Dieser Vergleich ist doch komplett falsch, oder irre ich mich ?
Wenn du es auf die Sterblichkeit Jugendlicher beziehst stimmt das beinahe, kein Mensch stirbt durchs Atmen und natürlich
hast du Recht, wenn du sagst die Sterblichkeit der Jugendlichen liegt bei fast 0. Aber was ist die Aussagekraft dahinter,
außer das es ein Bild zeichnet von bösen Politikern und unterjochten Bürgern, welches nicht der Realität entspricht.
Das ist hetzerisch in jeder Hinsicht.
Was gerne vergessen oder komplett ausgeblendet wird, sind doch die, die zwar genesen sind, aber sehr viele Folgeschäden
erlitten haben. Das kann man doch nicht auch auf 0 setzen und mit dem Atmen vergleichenDas passiert auch den Jugendlichen.
Nicht alle haben komplikationslose Verläufe. Es sind schon viele mittlerweile an der Dialyse, weil die Nieren im Arsch sind, haben
sich weiteren OP`s unterziehen müssen wegen Thrombosen usw,...ja auch Jugendliche.
Für mich ist das makaber, wenn man alles nur auf die Todesfälle abzielt. Zwischen schwarz und weiß gibt es eben
noch jede Menge Grautöne. Mittlerweile kenne ich, und bei vielen sollte das ähnlich sein, einige die das zwar hinter sich gebracht haben,
aber immer noch nicht wieder auf dem alten Stand sind. Ich glaube viele Langzeitschäden haben wir noch gar nicht auf dem Schirm,
das wird sich erst in einigen Jahrzehnten manifestieren.
Wie gesagt, wenn es Satire ist - alles ok - einmal herzlich drüber gelacht, wenn es ernst gemeint ist, verstehe ich nicht wirklich wie man so ein
eingeschränktes Sichtfeld auf so eine umfassende Pandemie haben kann, sorryGrade, wenn man jemand zu sein scheint, der sich in vielen
Gebieten umfassend auskennt und immer alles hinterfragt und in Frage stellt, kann ich solche Argumente manchmal nicht so recht glauben ?
Politiker machen viel falsch, das mag auch alles richtig sein, auch ich kann Personen wie Söder nur schwer ertragen, aber diese Personen
gesamt sind mir in diesen Positionen mit Ihrem Blick auf das Gesamtbild immer noch tausend mal lieber, als vieles von dem was hier immer
so stark vereinfacht dargestellt wird - das hier war wieder ein gutes Beispiel. Das schlimme ist nur, das es leider genügend Menschen gibt,
die das nicht unterscheiden können und das für bare Münze nehmen, gespeist wird das natürlich enorm durch die eigene Unzufriedenheit
mit der aktuellen Lebenssituation. Glücklich werden nur die wenigsten im Moment Ihr Leben führen, jeder wartet drauf das "alte" Leben
zurück zu erhalten, aber solche Ansätze hetzen Menschen nur unnötig weiter gegeneinander auf und das finde ich schon sehr schade.
Du stellst die richtigen Fragen. Leider tun das die Regierungen nicht.
Gleich gefährlich wie Atmen bezieht sich auf den Umstand dass die Gefahr daran zu sterben für die nicht-Risiko Gruppen praktisch bei Null ist.
Ich wäre schon dankbar wenn die Regierungen erklären was denn das Ziel der Massnahmen sei und wie das Kosten-Nutzen Verhältnis aussieht. Nett wäre auch eine Formel wie der Erfolg gemessen wird.
Langzeitfolgen oder long-Covid: Wenn eine Ansteckung verhindert werden soll so geht das nur mit einer kompletten Veränderung unserer Lebensweise. Diese Kosten sind zu hoch, egal wie man misst. Auch ist es schon zu spät dafür weil sich ja bereits ungefähr 20% der Weltbevölkerung angesteckt haben; die meisten davon allerdings ohne gesundheitliche Probleme. Also kann nicht die Bekämpfung von long-Covid das Ziel sein weil schlicht unerreichbar. Kosten/Nutzen hier ist kompletter Unsinn, extrem hohe Kosten bei praktisch keinem Nutzen.
Flatten the Curve: dieses Ziel haben wir erreicht oder nicht erreicht, je nachdem wie "gesund" das Gesundheitssystem vorher schon war. In Kauf nehmen wir bei diesem Ziel dass die Probleme länger andauern, aber nicht zu viel aufs Mal kommen. Länger andauern haben wir definitiv geschafft. Das Gesundheitssystem hingegen ist trotzdem in vielen Ländern zusammengebrochen und das Personal geht nach über einem Jahr auf dem Zahnfleisch. Also hier kann man sagen man hat einen sicheren Nachteil gegenüber einem noch zu messenden Vorteil.
Lebenszeit verlängern: dieses Ziel hat die Medizin ja grundsätzlich und ist auch sehr erfolgreich damit. Im konkreten Fall von Corona hingegen sind die Kosten auch sehr hoch. Aber hier könnten sie vielleicht gemessen werden, da ja das Alter eines der wichtigsten Merkmale der Risikogruppe ist: wie viel älter werden Alte durch die Massnahmen. Hier lässt sich also sehr genau messen wie erfolgreich der Staatsterror war und was ein Jahr Lebenszeit wert ist. Allerdings muss man bedenken dass das durchschnittliche Sterbealter mit Corona höher ist als die durchschnittliche Lebenserwartung. Also auch hier würde eine Messung wohl ein sehr schlechtes Kosten/Nutzen Verhältnis ergeben.
Das sind unbequeme Fragen, unangenehme Gedanken die den Tod betreffen. Kein Wunder also dass die Politiker weder die Ziele des Staatsterrors noch die Messung des Erfolges publizieren. Es ist wie gesagt Wahlkampf und da darf man ja Lügen bis die Balken brechen!
Ich und viele andere Bürger haben die Nase voll davon!
__________________
Der einzige gute Tipp von Deinem Broker ist ein margin call.