
RE: Gewichtung Bitcoin im Portfolio
| 16.02.2021, 23:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.02.2021, 23:26 von mmmmmax.)(16.02.2021, 20:45)Vahana schrieb: Es gibt kein Fiat-Bargeld. Entweder Fiat-Geld oder Bargeld.Mag sein, ist für mich eher Wortklauberei. Fiatgeld bedeutet für mich Geld ohne inneren Wert, das beliebig vervielfältigt werden kann. Das gilt (überwiegend) auch für Bargeld. Den inneren Wert eines 100€-Scheins würde ich als nahezu Null bezeichnen. Wenn mir mal kalt ist und ich den Kamin damit befeuern kann, denke ich darüber vielleicht anders aber dann würden erstmal Schreibtisch, Parkett und Dokumentenordner verfeuert...
(16.02.2021, 20:45)Vahana schrieb: Vielleicht wissen wir in 20 Jahren wie man die Messlatte an den BC legen muss. Aber im Moment ist es plan- und ziellos.
20 Jahre Zukunftsblick helfen sicherlich bei vielen Investmententscheidungen weiter. Mir ist vor einigen Monaten klar geworden, dass wenn mehr Menschen das gleiche Verständnis für Bitcoin entwickeln, das ich mir angeeignet habe, der zu dem Zeitpunkt bestehende Preis zu niedrig war. Ob es 40 oder 100k sein müssen weiß ich nicht, ich schätze den Preis nur relativ zur Verbreitung und dem Nutzen ein und da ist mMn das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.
(16.02.2021, 20:45)Vahana schrieb: Der Preis aller BC zusammen liegt derzeit bei 928.000.000.000 US-Dollar.Es sind allerdings bereits 80% (geschätzt, kann auch etwas mehr oder weniger sein, ich glaube wir sind gerade bei 18 von 21 oder so) aller jemals bestehenden Bitcoins gemined. Dass lediglich 80% aller jemals aufzufindenden Goldreserven in diesen 5000 Jahren gefördert wurden, mag ich bezweifeln. Ein bisschen Tiefsehtauchen, ein bisschen Chemie und die Welt sieht mehr Gold als jemals da war.
Gold bei 6,6bio Euro ... aber dafür hat die Menschheit auch 5000 Jahre geschürft.
(16.02.2021, 20:45)Vahana schrieb: Beim Bitcoin -90% an einem Tag bis zu 4000% in zwei Stunden. Alles kann, nichts muss.Kann passieren
(16.02.2021, 20:45)Vahana schrieb: Ich fühle mich so langsam wie Kostolany der gesagt hat "Der Neue Markt ist Betrug" und das Publikum lachte.Habe nicht alles von Kostolany gelesen aber die meisten meiner Ratgeber sprechen bei Diversifikation von Allokation über verschiedene Asset-Klassen. Warum Bitcoin (bzw Crypto) da kategorisch ausgeschlossen wird, erschließt sich mir nicht.
Es wird alles in einem fürchterlichen Krach enden.
5% Depotanteil, die potentiell für 50% Rendite verantwortlich sein können und im schlimmsten Fall die Rendite von 6% auf 5,5% schmälern, klingt für mich nach einer sauberen Risk/Reward-Verteilung.
Ansonsten sehe ich es wie whitepaper. Da ich deine Ideen und Meinungen sehr respektiere denke ich über deine Beiträge im Zweifel eher mal eine Minute länger nach und versuche meine Meinung nochmal zu hinterfragen.
PS: Noch zum eigentlichen Inhalt des Threads:
Ich hatte gesagt, dass ich 5% in Crypto anlege. Ich habe mit 0,3% angefangen und die Positionsgröße stetig mit dem Wissensaufbau vergrößert.
Bei 5% habe ich aufgehört zu kaufen, allerdings ist der Anteil mittlerweile auf knapp 15% angestiegen.
Ich würde (und bin noch auf der Suche nach einer gangbaren Option), Crypto-Anteile abbauen, müsste aber derzeit noch 40% Steuern auf die Gewinne zahlen. Da meine Position zu einem Großteil aus Gewinn besteht, wäre das ein teurer Spaß - das hält mich aktuell noch vollständig drin.
Lieber 0€ Steuern auf keinen Gewinn zahlen als 10k€ Steuern auf 20k Gewinn

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"Die Wahrheit ist wie Poesie. Und die meisten Leute hassen Poesie." (The Big Short)