(17.02.2021, 18:06)SimpleSwing schrieb: Das Problem ist, dass du mit deiner Haltung mittlerweile gegen die Meinung von
Ray Dalio, Blackrock, ARK, BNY Mellon stehst, die alle Bitcoin als "digitales Gold" betrachten oder zumindest den Versuch sich als solches zu "etablieren" anerkennen.
Nun ist die Frage, warum du denkst, dass das alles Idioten sind, die besser dich mal fragen sollten.
Es ist ja eine Sache etwas skeptisch zu sehen und bei mir rennst du da eh offene Türen ein, aber sich seine eigenen Welt zu malen, weil einem die Realität nicht passt, halte ich auch nicht für eine gewinnbringende Vorgehensweise.
Aber wenn du denkst du fährst damit besser, von mir aus, werde glücklich damit.
Soweit ich weiss, sind Blockchain und darauf basierende Kryptos, Kinder der Finanzkrise von 2007-2009.

Der von gewissen Kreisen geförderte unregulierte Handel mit Derivaten auf Hypotheken führte damals zu einer Blase die spätestens mit dem Lehmann-Kollaps zum Platzen kam.
Die Krise wurde anschliessend zugedeckt mit zum damaligen Zeitpunkt riesigen Mengen an Notenbankgeld, in der Form, dass die amerikanische Zentralbank die faulen, wertlosen "Wert"-Papiere zu Phantasiekursen aufkaufte, auf ihre Bücher nahm und teilweise immer noch hat.

Die Verantwortlichen der Krise und Profiteure der Blase wurden nie belangt, die zuständige Obama-Administration wollte lieber in die Zukunft sehen.

Dieses Misstrauen in das Finanzsystem wurde als Begründung für die Schaffung eines unabhängigen Geld- und Bezahlsystem genannt, das sicher, stabil und politisch unabhängig sein sollte: die Kryptos und die bekannteste Kryptowährung davon ist Bitcoin. Es klingt natürlich wie ein Witz, wenn nun ausgerechnet diese Kryptos die nächste Finanz-Blase bilden.

Blackrock, amerikanisch, ist einer der grössten Vermögensverwalter der Welt und grosser Profiteur der oben genannten Finanzkrise. Davor war die Schweizer UBS der führende Vermögensverwalter. Leider führte die Gier der UBS-Verantwortlichen dazu, dass die Bank in der letzten Phase der Immobilien-Derivate-Blase, vom FOMO erfüllt, Angst hatte den Erfolgstrend-Zug zu verpassen und noch grosse Risiken auf ihre Bücher nahm, die dazu führten, dass der Schweizer Steuerzahler die Bank mit ca. 60Mia CHF retten musste.

Den letzten Sargnagel in die Vermögensverwaltung der UBS trieb eine CH-Politikerin, die auf Wunsch der amerikanischen Politik und Bankenindustrie dafür sorgte, dass das Schweizer Bankgeheimnis aufgehoben wurde.

Wenn nun also Blackrock, als Nutzniesser der letzten Krise, von FOMO erfüllt, Angst hat, den Erfolgstrend-Zug Bitcoin zu verpassen, ist das für mich ein Warnsignal und aufgrund der oben genannten Erfahrungen, würde ich gerne die Steuerzahler dieser Welt vor erneuten Banken-Rettungsaktionen bewahren.


