(04.08.2021, 18:54)Speculatius schrieb: Nach Corona ist vor Corona....oder wie ich ja damals schon sagte, eine Welt "nach der Corona-Krise" gibt es nicht, sondern nur eine in der Corona-Dauerkrise.Das ist ja mal ganz grundsätzlich nicht überraschend, sondern gilt für Impfungen ganz allgemein. Für die saisonale Grippeschutzimpfung gilt die Faustregel, dass man zu Beginn pro Monat etwa 7% Effizienz verliert. Die Reduktion der neutralisierenden Antikörper geht üblicherweise auch nicht mit der gleichen Rate weiter, sondern schwächt sich stark ab. Khoury et al haben im Mai dieses Jahres dazu eine sehr gute Publikation in Nature veröffentlicht. Quintessenz: Gegen schwere COVID-19 Verläufe ist man bei einem initialen Schutz von 90 oder 95% auch ohne Auffrischungsimpfung über Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit geschützt. Problematisch wird es, wenn es Varianten gibt, für die dieser initiale Schutz nur noch bei 70% oder weniger liegt. Dann sollte vermutlich besser nach einem Jahr aufgefrischt werden.
Nachdem zunächst alle möglichen Corona-Mutanten die Welt in Atem hielten, ist es jetzt die nachlassende Wirkung der Impfstoffe. Wo bisher das Narrativ verbreitet wurde, nach der zweiten Impfung mit Biontech oder Astra sei man "vollständig" geimpft, zeigen neueste Studien, daß der Antikörperspiegel von Biontech schon rund zwei Monate nach der Zweit-Impfung um 50 % nachlässt, bei Astra sogar um 80 %.
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