Motto: "In the councils of government,
we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought,
by the military-industrial complex.
The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist."
~ Präsident Eisenhower, Abschiedsrede
we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought,
by the military-industrial complex.
The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist."
~ Präsident Eisenhower, Abschiedsrede
Erstmal:

Hallo Stammtisch,
passen zum Thema vom letzten Mal geht es diesmal u. a. um die Sicherheitskonferenz in München.
![[Bild: r-Ugg2difrs-LPu.png]](https://i.ibb.co/M7d21Wz/r-Ugg2difrs-LPu.png)
Die Mächtigen und ihre Vertreter versammeln sich, um über die Zukunft zu beraten. Hat etwas hochherrschaftliches, wie aus dem 19. Jahrhundert.
Hier eine Interpretation durch eine KI.
Dort hat der Wirtschaftsminister Robert Habeck laut ntv etwas interessantes gesagt:
- "Im Moment produzieren die militärischen Unternehmen auf Nachfrage und wenn die Nachfrage mal kurz stoppt, dann reißt die Produktionskette ab. Was wir brauchen ist eine Abnahmegarantie [...]
Ich kann mir schon vorstellen, dass über diese Diskussion, über die Sicherheitsdiskussion, noch mal eine gesellschaftliche Neuverordnung von anderen Bereichen stattfindet."
Das Erste, das auffällt, ist natürlich die seltsame Rhetorik. Hier wurde die Frage gestellt, ob der Bundeskanzler vielleicht Frankreich gemeint haben könnte und Habeck wechselt mit "daraus folgt jetzt konkret zweierlei" einfach das Thema und deutet seine Antwort nur kurz an, jeder müsse liefern. Da wird klar, wer das Gespräch führt. Ein kritischer Journalist, dem die Beantwortung der Frage interessiert, hätte hier durchaus investigativ Nachfragen müssen. Etwa, "Sie wollen die Frage nicht beantworten?".
Es wird sich auch nicht "zurückgezogen", sondern es wird "eine Front rückverlegt". Was an sich schon eine seltsame Formulierung ist, bei der ein kritischer Journalist Anlass zu Nachfragen finden könnte.
Ebenso die Behauptung, eine erste Priorität könne es in der heutigen Welt nicht mehr geben.
Durch solches Verhalten bestätigt man nur das Vorurteil, dass die Grünen von den Medien unterstützt werden.
Sehen wir aber von diesen Aspekt völlig ab.
Hier wird von einem Politiker einer Partei, auf deren Wahlwerbung "keine Waffenexporte in Krisenregionen" stand, kritisiert, dass Waffenunternehmen keine Garantie auf Abnahme ihrer Güter in Friedenszeiten haben.
Man ist doch etwas überrascht.
So funktioniert die "Friedensdividende" doch letztlich.
Was mich noch mehr überrascht ist die gesellschaftliche Neuverortung ("Verordnung") von der hier die Rede ist. Wer die Anwesenheit von Ministern und Staatsmännern schon als das Gegenteil von "Linksprogressiv" beschreibt, in dessen Auffassung kann ich mich aktuell nicht hineindenken.
Da fällt mir doch glatt ein Stichwort ein "German free". Das soll angeblich sogar schon ein Verkaufsargument bei sicherheitstechnischen Gütern sein.
Die Staaten des 19. Jahrhunderts gelten im Vergleich zur Gegenwart als relativ "durchmilitarisiert". Was neben anderen gesellschaftlichen Wertvorstellungen, man denke an die Mode, Jungen in eine Art "Marineuniform" zu kleiden, sicherlich auch damit zu tun gehabt haben wird, dass sich die damaligen Staaten des Friedens nicht sicher sein konnten.
Insofern ist es zumindest nachvollziehbar, wieso sich europäische Staaten im Zuge der aktuellen Entwicklungen wieder mehr bewaffnen. Bemerkenswert ist es dennoch.
Wie seht ihr das?