
RE: STAMMTISCH und Meinungsfred
| 26.02.2024, 08:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2024, 08:25 von saphir.)
Ganz gewiss war/ist nicht nur der Westen bisweilen ganz schön niederträchtig.
In Afrika soll die Meinung herrschen, dass es am internationalen Gerichtshof so etwas wie eine "Lex-Anti-Afrika" gibt, also Urteile gegen ein Land wurden fast immer nur gegen ein afrikanisches Land ausgesprochen, fast nie gegen ein europäisches Land. Es ist nicht so, dass sie das Konzept der Demokratie und des Rechtstaatlichkeit ablehnen, ganz im Gegenteil. Aber sie meinen es würde unfair praktiziert.
Das muss sich also ändern und soweit ich weiss gibt es auch Anzeichen dass dies passiert. Deswegen meine ich dass wir uns auch verklagen und verurteilen lassen müssen, in einem fairen Prozess.
(25.02.2024, 14:34)Ste Fan schrieb: Denke auch in einigen Kuestenlaendern Afrikas waere die Situation weniger prekaer wenn "unsere" modernen Fischfangflotten der einheimischen Industrie nicht die Existenzgrundlage entziehen wurden.Soweit ich weiß, gab es so etwas nicht nur vor Afrika, sondern auch innerhalb der europäischen Fangzonen (z.B. GB). Der normale Weg ist da eigentlich, dass das geschädigte Land einen internationalen Vorfall einleitet, z.B. den Botschafter einbestellt. Und dann wenn alles gut läuft, sorgt das Versacherland dafür, dass die Unternehmen dies unterlassen. Nur Afrika hat man nie für voll genommen.
(25.02.2024, 16:31)boersenkater schrieb: Schwierig - wer soll denn verklagt werden? Das geht ja zurück bis in den Kolonialismus.Es gilt aber so etwas wie "Eltern haften für ihre Kinder". Das funktioniert, aber leider bisweilen nur wenn wir vor dem anderen Angst/Respekt haben oder die Lobby zu schwach ist. Die Finanzkrise war komplex, unsere Banken waren ja auch beteiligt. Und vor allem ist der Unterschied, dass es die ganze Zeit unter dem Radar der Regierungen lief. Das ist etwas anderes, als wenn z.B. die EU von dem Fischfang europäischer Unternehmen in den afrikanischen Exklusivfischfangzonen weiss und trotzdem nichts unternimmt.
Im Grunde wäre es ähnlich wie bei vielem anderen - die Gewinne werden privatisiert -
gibt es Probleme - z.B. Lehmann-Krise - werden diese vom Staat - also letzten Endes
von den Staatsbürgern bezahlt.
In diesem Sinne - wenn es klagen gäbe und diese erfolgreich wären - was dann?
In Afrika soll die Meinung herrschen, dass es am internationalen Gerichtshof so etwas wie eine "Lex-Anti-Afrika" gibt, also Urteile gegen ein Land wurden fast immer nur gegen ein afrikanisches Land ausgesprochen, fast nie gegen ein europäisches Land. Es ist nicht so, dass sie das Konzept der Demokratie und des Rechtstaatlichkeit ablehnen, ganz im Gegenteil. Aber sie meinen es würde unfair praktiziert.
Das muss sich also ändern und soweit ich weiss gibt es auch Anzeichen dass dies passiert. Deswegen meine ich dass wir uns auch verklagen und verurteilen lassen müssen, in einem fairen Prozess.
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Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden.