
RE: News und Infos zu KI - Künstliche Intelligenz
| 21.06.2024, 00:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.06.2024, 00:09 von Boy Plunger.)Zitat:Flanderns Sprachental
Das Flanders Language Valley wurde von den belgischen Technologieunternehmen Lernout und Hauspie gegründet. L & H stellte Text-to-Speech-Produkte her und konzentrierte sich auf künstliche Intelligenz.
Die Produkte waren sehr innovativ und überzeugten viele belgische Steuerzahler, darin zu investieren, ebenso wie die flämische Regierung und sogar Unternehmen wie Microsoft. Sie bauten einen riesigen Komplex in der belgischen Stadt Ieper. Nach einigen Jahren wurde klar, dass die Finanzergebnisse nicht ganz korrekt waren. Das Wall Street Journal untersuchte diesen Fall. Weitere Untersuchungen des WSJ-Mitarbeiters Jesse Eisinger führten am 8. August 2000 zur Enthüllung eines großen Finanzskandals, in den fiktive Transaktionen in Korea und unsachgemäße Buchhaltungsmethoden anderswo verwickelt waren.
Im April 2001 wurden die Gründer Jo Lernout und Pol Hauspie sowie der ehemalige CEO Gaston Bastiaens in einem der größten Unternehmensskandale der Geschichte vor Enron verhaftet. Lernout & Hauspie ging am 25. Oktober 2001 schließlich in Konkurs, nachdem es ein Jahr lang gekämpft hatte.
Zitat:Lernout & Hauspie TTS3000 – Alle Stimmen (SAPI4)
Dieses Video zeigt alle SAPI4-kompatiblen Stimmen für das TTS3000-System von Lernout & Hauspie. Diese Stimmen sind schwer zu bekommen, da das Unternehmen vor 17 Jahren Konkurs anmelden musste (die gleichnamigen Gründer, Jo Lernout und Pol Hauspie, wurden 2010 wegen Betrugs verurteilt).
Das TTS3000-System unterstützt zehn Sprachen und verfügt für jede Sprache über eine weibliche und eine männliche Stimme. Später wurde eine SAPI5-kompatible Version von TTS3000 entwickelt, die Unterstützung für amerikanisches Englisch (Michelle und Michael) und Mandarin-Chinesisch (Shumei und Dawei) hinzufügte.
Zitat:Riskante Wetten auf fallende Kurse | Planet Finance | Doku HD | ARTE
Autorin Marije Meerman führt die Zuschauerinnen und Zuschauer durch eine wundersame Parallelwelt, in der man Geld verdienen kann, wenn man glaubt zu wissen, was die Zukunft bringt. In dieser Folge: Leerverkäufer wetten auf fallende Kurse. Vorgestellt werden drei Unternehmen, die nach dem Börsenhype tief gefallen sind.
Auf Planet Finance scheint der Einzelne gegen das System wenig ausrichten zu können. Aber auch dort gibt es immer wieder Leute, die gerne gegen den Strom schwimmen: die sogenannten Leerverkäufer. Manche nennen sie auch die Aasgeier auf Planet Finance. Leerverkäufer leben von den Fehlern der anderen. Sie gewinnen nur, wenn andere verlieren. Ein Leerverkäufer profitiert von der Tatsache, dass sich viele Anleger von Börsenhypes verführen lassen und investieren. Statt auf steigende Kurse zu hoffen, wettet er darauf, dass sie fallen werden – zum Beispiel weil die Firma überbewertet ist oder Anleger mit Tricksereien getäuscht wurden.
Diese Folge stellt drei Unternehmen vor, die mal als Börsenlieblinge galten und sogar den Status von „Einhörnern“ hatten. So nennt Planet Finance die seltenen Firmen mit Börsenbewertungen von einer Milliarde und mehr: das flämische Spracherkennungs-Unternehmen Lernout & Hauspie, der deutsche Finanzdienstleister Wirecard und die US-amerikanische Computerspiel-Kette GameStop. Alle drei Unternehmen fielen tief und rissen dabei viele gutgläubige Anleger mit in den Abgrund. Was für Menschen sind also Leerverkäufer, die es wagen, gegen einen übermächtigen Börsenhype zu wetten?
Dokureihe, Regie: Marije Meerman (NL 2022, 53 Min)
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