(16.11.2019, 12:50)Lanco schrieb: Ein margin call wäre für mich wahrscheinlich ein Alptraum, ich könnte vermutlich nicht keinen Nachschuss leisten.
Darum nutze ich den Hebel derzeit zu maximal 25% und habe auch nicht vor, ohne Not mehr davon zu beanspruchen.
Ein Margin Call ist im Prinzip nichts anderes als ein erzwungener StopLoss. Wenn dieser greift hast du ohnehin was falsch gemacht und ein "Nachschießen" wäre ein weiterer Fehler. Man sollte sich danach sammeln und nochmal darüber nachdenken was dazu geführt hat.
Früher hatte ich weder eine Regel, noch ein Bauchgefühl dafür wie der Markt einen abholen kann. Deswegen hat es mich 2 oder 3 mal im Dax erwischt und einmal habe ich im Silber selber die Leine gezogen (was sich später als Fehler herausstelle).
Heute liegt mein Zielbereich zwischen 10 und 15% Margin Auslastung und trotzdem passiert es hin und wieder das mal kurzzeitig 40% auf der Uhr stehen.
Bisher ist noch alles gut gegangen und meistens ist es sogar so, dass gerade hier der Wendepunkt kommt wenn man kurz vorm abkotzen ist.
Im Moment stehe ich bei knapp 30% und kann gut schlafen.
Palladium short (Das ist die Hauptposition)
Dax short
Vola long
Fossil long
Euro/USD long
Der eigentliche Witz ist, wenn man extrem überhebelt kommt der Margin Call schneller und man hat noch deutlich Restkapital.
Wenn man die Margin nur gering ausschöpft und die Verluste weit bis in den Call laufen lässt ist fast die komplette Kohle futsch.
Bis auf gerollte Positionen habe ich keine einzige Verlustposition realisiert seit Dezember 2018 und das waren immerhin 624 Trades und 22.000€.
Ich hoffe das es so weitergeht bis ich Break Even bin. Das würde mir eine gewisse Last von den Schultern nehmen das "Aus Fehlern lernen und dabei bleiben" sich doch auszahlt.
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