(16.11.2019, 14:39)Vahana schrieb: Ein Margin Call ist im Prinzip nichts anderes als ein erzwungener StopLoss. Wenn dieser greift hast du ohnehin was falsch gemacht und ein "Nachschießen" wäre ein weiterer Fehler. Man sollte sich danach sammeln und nochmal darüber nachdenken was dazu geführt hat.
Früher hatte ich weder eine Regel, noch ein Bauchgefühl dafür wie der Markt einen abholen kann. Deswegen hat es mich 2 oder 3 mal im Dax erwischt und einmal habe ich im Silber selber die Leine gezogen (was sich später als Fehler herausstelle).
Heute liegt mein Zielbereich zwischen 10 und 15% Margin Auslastung und trotzdem passiert es hin und wieder das mal kurzzeitig 40% auf der Uhr stehen.
Bisher ist noch alles gut gegangen und meistens ist es sogar so, dass gerade hier der Wendepunkt kommt wenn man kurz vorm abkotzen ist.
Im Moment stehe ich bei knapp 30% und kann gut schlafen.
Palladium short (Das ist die Hauptposition)
Dax short
Vola long
Fossil long
Euro/USD long
Der eigentliche Witz ist, wenn man extrem überhebelt kommt der Margin Call schneller und man hat noch deutlich Restkapital.
Wenn man die Margin nur gering ausschöpft und die Verluste weit bis in den Call laufen lässt ist fast die komplette Kohle futsch.
Bis auf gerollte Positionen habe ich keine einzige Verlustposition realisiert seit Dezember 2018 und das waren immerhin 624 Trades und 22.000€.
Ich hoffe das es so weitergeht bis ich Break Even bin. Das würde mir eine gewisse Last von den Schultern nehmen das "Aus Fehlern lernen und dabei bleiben" sich doch auszahlt.
StopLoss - so kann man es auch sehen

Aber ich arbeite eh nicht mit (mechanischen) StopLoss, dann lassen wir das mit margincall lieber auch weg

Es zahlt sich sicher aus dabei zu bleiben. Für mich habe ich glücklicherweise frühzeitig und ohne je ein Konto an die Wand zu fahren gelernt, dass ich selber dafür sorgen muss dabeibleiben zu können.
Im Spiel bleiben ist die wichtigste Komponente, wenn man spielen will

Ich wünsch Dir, dass Du bald break even bist und es dann zügig weiter geht.