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Fed
#41
Notiz 

RE: Fed

@Banker 

Ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, was Du meinst, aber Dow Jones und S&P 500 schmierten hübsch ab:


   

zum selbst "spielen":
https://finance.yahoo.com/chart/%5EGSPC#...IjowfX0%3D
#42
Notiz 

RE: Fed

(22.03.2019, 11:04)Thor3 schrieb: @Banker 

Ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, was Du meinst, aber Dow Jones und S&P 500 schmierten hübsch ab:




zum selbst "spielen":
https://finance.yahoo.com/chart/%5EGSPC#...IjowfX0%3D

Ja im großen und ganzen ist das so.
Ich wollte nur mal schauen, ob man im Kursverlauf der Indizes schon Vorläufe der Rezession sehen kann. Meist kann man das nicht.

Sich auf die Zinsstrukturkurve zu verlassen könnte tricky sein, wenn sie sich so verhält wie bisher. Denn eine ansteigende Zinsstrukturkurve ist grundsätzlich erstmal für sich genommen kein schlechtes Zeichen. Dass sie steil ansteigt, müsste Anlass zur Sorge geben. Aber das muss man dann erstmal erkennen.

Ich vermute, wenn es so kommt, dass die Zinsstrukturkurve in den nächsten Monaten oder vielleicht 2020 ansteigt, das erstmal in der breiten Öffentlichkeit als Normalisierungszeichen gewertet werden würde.

Hier übrigens ein schönes Tool zum Verlauf S&P500 vs. Rezessionen.
Häufig treten Kursverluste und Rezessionen zeitgleich auf.

https://www.macrotrends.net/2324/sp-500-...chart-data
#43
Notiz 

RE: Fed

Die Nachbesetzung des einen offenen Fed-Governor-Postens ist wieder mal so eine Trump-Merkwürdigkeit.
Die Posse um Stephen Moore ist auch wieder mal äußerst komisch gelaufen. So ging es zu Ende:

Am Donnerstag Morgen sagt Moore bei einem Frühstückstreffen zu Bloomberg Reportern, er habe keine Hinweise, warum er nicht nominiert werden würde: "My biggest ally is the president. He’s full speed ahead.”

Direkt nach diesem Treffen geht Moore zu Bloomberg TV ins Fernsehen um ein Interview zu geben. Dort sagte er: “I’m not so sure I agree with the White House that we should cut rates by an entire percentage point. I just don’t see the case for that right now.” Ausgestrahlt wurde das um 10:44 Uhr vormittags.

Um 12:29 Uhr mittags twittert Trump: “Steve Moore, a great pro-growth economist and a truly fine person, has decided to withdraw from the Fed process.”

Trump’s Fed Pick Appears on Bloomberg TV, Then Is Gone
https://www.bloomberg.com/news/articles/...essweek-v2
#44
Notiz 

RE: Fed

Derweil gehen die Diskussionen weiter, ob und wann die Fed die Zinsen senkt. Das "ob" ist eigentlich gar keine Frage mehr. Es geht nur noch um das "wann". Powell hatte zuletzt ja Anzeichen gemacht, die Zinsen zu senken. Er hatte aber gesagt, dass er das nicht in diesem Sommer sieht.

Trotzdem geht der Markt davon aus, dass im Sommer gesenkt wird. Die wirtschaftlichen Aussichten hatten sich jüngst eingetrübt. Jetzt wird sogar schon spekuliert, dass eine Zinssenkung in der kommenden Sitzung am 19. Juni verkündet wird.

https://www.wsj.com/articles/fed-faces-c...1559833762

Gemäß Fed Watch Tool der CME ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber noch gering. 22,5% der Marktteilnehmer gehen da von einer Zinssenkung aus. In der Sitzung am 31. Juli diesen Jahres gehen aber bereits 70% der Marktteilnehmer von niedrigeren Zinsen aus.

https://www.cmegroup.com/trading/interes...-fomc.html
#45
Notiz 

RE: Fed

Den negativen Spread von 10y und 3m US Treasuries kann man mittlerweile nicht mehr ignorieren. Auch optisch in den Langfristkurven gut sichtbar. Spread aktuell bei -0,23

https://fred.stlouisfed.org/series/T10Y3M


Angehängte Dateien    
#46
Notiz 

RE: Fed

Tja, das klingt nach gigantischen Größenordnungen. Grund? letztlich doch um Zinskurve per Staatsanleihenkäufe zu manipulieren oder hat jemand ne andere Idee?


Zitat:US-Finanzsystem: Geldschwemme durch die Hintertür

26. Oktober 2019  Ernst Wolff

...Medien, Großbanken und FED verwiesen umgehend darauf, dass es sich um ein technisch bedingtes, kurzfristiges Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage handle....

Diese Version der Ereignisse ist inzwischen durch die weitere Entwicklung widerlegt worden.

...Aus den $ 75 Milliarden sind inzwischen $120 Milliarden und aus den $ 30 Milliarden zwei wöchentliche $ 45 Milliarden-Spritzen geworden, insgesamt also atemberaubende $ 690 Milliarden pro Woche. Zudem hat die FED am 11. Oktober angekündigt, sie werde bis zum Juni 2020 monatlich für $ 60 Milliarden kurzfristige US-Staatsanleihen (T-Bills) kaufen....

https://www.heise.de/tp/features/US-Fina...69790.html

Die allgemeine Frage ist damit drängender als je zuvor: Man will unter allen Umständen vermeiden dass Geld aus den Aktienmärkten abgezogen wird und in Staatsanleihen fließt. Hört das auf, droht der Aktienmarkt einzubrechen. Wie lange kann das weiter gehen? Bzw. wann wird das gestoppt? Welches langfristige Kalkül steckt dahinter oder ist es nur Hilflosig- bzw Skrupellosigkeit.


[Bild: fredgraph.png?g=nJKO]
https://fredblog.stlouisfed.org/2019/06/...n=fredblog

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#47
Notiz 

RE: Fed

Zinskurve so ca. vor einem Jahr (dunkelrot) und heute (hellrot):

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#48
Notiz 

RE: Fed

Zitat:Das System ist kaputt
Die Geldpolitik wird in eine neue Phase treten, in der Notenbanken Hand in Hand mit Regierungen und ihrer Ausgaben- und Finanzpolitik gehen werden.

Andreas Uhlig
10.11.2019, 16:37 Uhr

Ray Dalio hat einen scharfen Blick für alles, was die globalen Finanzmärkte betrifft. Der Gründer und Co-Chef des weltgrössten Hedge-Fund, Bridgewater Associates, scheut sich nicht, klar und deutlich auszudrücken, was ihn an den Finanzmärkten und der sie beeinflussenden Politik stört. Seit einiger Zeit gibt er nicht nur seinen Investoren, sondern direkt auch einer breiteren Öffentlichkeit Einblick in seine Gedanken. Vor allem beklagt er die Schere zwischen Arm und Reich, die sich immer mehr öffne.

...Parallel dazu werden immer mehr Verpflichtungen der Alters- und der Gesundheitsvorsorge fällig. Diese Lasten seien wie Schulden. Sie zu tilgen, werde mangels Kapital und Verzinsung oft gar nicht möglich sein. Es sei vielmehr zu befürchten, dass es einen hässlichen Verteilkampf darum geben werde, wie die Finanzierungslücken zu schliessen seien. ...

....Einen grossen Paradigmawechsel hält Dalio für unumgänglich. Wie er aussehen könnte, hat er schon mehrfach beschrieben. In einer dritten Phase der monetären Politik (MP3) – nach der Zinspolitik (MP1) und der quantitativen Lockerung (MP2) – werden Geldpolitik und Finanzpolitik Hand in Hand gehen und die Ausgabenbereitschaft von Staat und Konsumenten anregen. Die Modern Monetary Theory (MMT) sei eine von vielen möglichen Varianten der MP3: Demnach werde der Staat die immer häufiger empfohlenen Infrastrukturvorhaben und Massnahmen zur Modernisierung und Stimulierung der Wirtschaft mit Defiziten finanzieren. Die Notenbank werde die Schuldtitel direkt aufkaufen und monetisieren. 

https://www.nzz.ch/finanzen/finanzmaerkt...ld.1521030


Das macht Japan ja auch so ungefähr soweit ich weiß.

Wenn man sich das Geld als einen großen Speicher vorstellt, was ja auch eine der wesentlichen Funktionen ist, hat man das Gefühl dass der Zustand aktuell so ist, dass man permanent Energie (bzw. Geld) in den Speicher geben muss da er ein Leck hat bzw. verschlissen ist. Und das was den Speicher wieder reparieren würde, wäre eine Tiefentladung oder wenigstens mal eine Teilentladung. Meine Frage wäre, kann sich die USA eine Tiefentladung allein aufgrund der Altersvorsorge nicht leisten? Ich befürchte, ja das ist so.

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#49
Notiz 

RE: Fed

Die Fed hat gestern Abend den Zins unverändert gelassen. Der Dot Plot signalisiert eine Zinspause bis 2020, solange sich die Wirtschaftslage nicht dramatisch verändert. Man beachte: Keiner hat für eine Zinssenkung votiert. Das zieht auf der Zinsseite einen Floor ein.

Normalerweise müsste der USD davon profitieren, weil die US-Renditen leicht steigen sollten und zur Stärke gegenüber dem EUR neigen. Aebr gestern war der USD leichter.

Mal schauen wie Lagarde ihre erste PK heute um 14:30 Uhr meistert.
#50
Notiz 

RE: Fed

Störfaktor Coronavirus bringt Notenbanken in die Bredouille



Da die wirtschaftlichen Risiken durch die Epidemie noch unkalkulierbar sind, tappen die Währungshüter weitgehend im Dunkeln. Ein Zinspfad lässt sich so nur schwierig abstecken. "Leider ist nicht auszuschließen, dass sich die Infektion über die Grenzen Chinas hinaus weiter ausbreitet und in eine Pandemie mündet", warnt DZ-Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. Dieses Szenario lässt auch in den Zentralbanken die Alarmsirenen schrillen. In China lockert die Notenbank die Geldpolitik zügig. Und in den USA könnte die Fed ihre Zinspause unter dem Eindruck der Corona-Krise noch dieses Jahr beenden....

https://www.finanzen.net/nachricht/zinse...le-8546551

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