(30.05.2019, 21:28)Lancelot schrieb: Dividend Growth Portfolio Überperformance im "absolute return" (Rendite aus Kurs plus akkumuliertes cash aus Dividenden) wird in der Regel in großen Teilen durch zwei klassische "Factors" erklärt: "low vol" und "quality" (hohe Eigenkapitalquote oder irgendwelche Solvency Measures, stabile Earnings, hoher operating Profit...)Viele Wege führen nach Rom! Du wirst mit deinen "ETFs, Staatsanleihen udn ein bisschen Optionen/Futures" glücklich und ich hocke in meiner grenzenlosen Naivität seit fast 3 "lost decades" auf einem "geclusterten und damit riskantem Portfolio (wenn man irgendwelche Maße über die Verteilung (inter quantile range, 99p Quantil etc) des absoluten returns als Risiko definiert)" aus inzwischen fast 50 stocks - und habs in all den Crashs und Krisen, die es seitdem gab noch nicht mal mitekommen. Der für mich relevante Output dieses Depots ist, wie beschrieben seitdem kontinuierlich gestiegen und finanziert inzwischen meinen Lebensunterhalt. Sachen gibt's!
Wer nach DGI Kandidaten sucht, landet häufig bei "quality" Aktien (nur dass das klar ist: "quality" ist nur ein "factor", eine erklärende Variable/featurem dass man verwendet um zusätzlichen return zu erklären).
Insofern ist eine Exposure zu diesem Faktor schon ganz gut, weil "quality" eben gerade in schlimmeren Marktphasen nicht soooo Scheisse performed (in absolute Return...was AUCH an der Dividenden Disziplin der Unternehmen liegt..)
Ist lange her dass ich mir per Regression die Faktoren einiger DGI Könige angeschaut habe...so um 2017, da war der "market" Koeffizient (also das klassische "beta") so um 0.55 bis 0.85 (aber auf keinen Fall über 1), die einzigen anderen signifikanten Faktoren low vol und Quality (so um 0.4). Momentum und Value waren sogar negativ, aber eher nicht signifikant.
Das Problem eines DGI Portfolios ist eben auch sein Vorteil.
Wer ein DGI Portfolio hält, hat also in der Regel eher
- eine Exposure zu "quality" und "low vol" Faktoren
- eine geringere bis keine Exposure zu "growth", "momentum" oder "value" Faktoren
- logischer Weise eine starke exposure zu Equities (meist US)
Das ist leider in der Summe ein ziemlich "geclustertes" und damit riskantes Portfolio, wenn man irgendwelche Maße über die Verteilung (inter quantile range, 99p Quantil etc) des absoluten returns als Risiko definiert.
Und nochmal: der absolute return entscheidet darüber wieviel Geld man ausgeben kann. Ein koninuierlicher cash flow mag irgendwie beruhigend wirken, aber das hilft nix wenn man noch mehr Eier in den einen Korb legt.
IMHO ist ein DGI Portfolio ein super Ansatz als Teil eines Gesamtportfolios. Wenn man sich im "Stock Picking" austoben will, dann da oder im "value" Bereich.
Aber zu denken dass man mit dem Ansatz super defensiv ist, ist einfach in die Tasche gelogen. Es geht nicht um "ein bisschen weniger Rendite", sondern um evenetuell aug 20 Stocks in einem "Lost decade" zu hcoken, wenn man das Geld konsumieren will. Auch wenn man mich hier wieder dafür anfeinden wird:). Kann ich als Foren Troll aber gut mit leben.
Was noch zu tun bleibt? IMHO:
Exposure zu anderen Faktoren. Ein ETF auf Mid Caps oder den NASDAQ? Ein ETF auf Energy Commodities, Softs?.......und festverzinsliche Wertpapiere. Und das ganze relativ regelmäßig rebalancen. Wer on top noch ne Immobielie kaufen kann, sollte das tun. Dann ist man sowas wie ein Mini-Yale Endowmend Fund (na ja...man muss halt noch als venture capiatlist für Sun, Oracle, MSFT, AMazon, Google, Faacebook etc auftreten :)...aber fast)
Edit: noch ein Plus eines DGI Ansatzes wie er hier vertreten wird. Ich halte KEINE echte Aktie. Nicht eine! Nur ETFs, Staatsanleihen udn ein bisschen Optionen/Futures bei meiner Vol Strategie. Der ETF MArkt ist mir ein bisschen unheimlich und hat IMHO eine MEnge systemischer Risken. Wenn es da einen Clusterfuck gibt, steht man IMO mit "echten Aktien" vielleicht nicht so doof da. Irgendwie übersichtlicher und direkter. Aber nur ein Bauchgefühl.
